
„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ (Erich Kästner)
Ich bin davon überzeugt, dass Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, alle Kräfte und Fähigkeiten in sich tragen, die sie brauchen, um mit den vielfältigen Herausforderungen des Alltags zurecht zu kommen. Manchmal sind diese Fähigkeiten aber durch Belastungen verschüttet und nicht mehr zugänglich. Hier sehe ich mich in meiner Funktion als Therapeutin mehr als „Hebamme“, manchmal als „Schatzsucherin“, die hilft, diese Fähigkeiten erneut auf die Welt zu bringen, zu finden und zu bergen. Ich betrachte es als meine Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu begleiten, ohne sie zu bevormunden, und dabei ein Verständnis für das kindliche Spiel, die kindliche Fantasie und ihre Sicht auf die Welt mitzubringen. Selbstheilungskräfte zu aktivieren und neue, hilfreiche Strategien im Umgang mit sich selbst und Anderen zu entwickeln ist das gemeinsame Ziel.
Wo nötig beziehe ich auch ein „Helfernetzwerk“ mit ein bzw. versuche ich, eines aufzubauen: Große Bedeutung messe ich daher der Arbeit mit Bezugspersonen bei. Diese, wo möglich, zu stärken und ihnen Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern (zurück) zu geben, betrachte ich als einen wichtigen Baustein in der Therapie von Kindern und Jugendlichen.
Alle Kassen und Selbstzahler

Unter Trauma versteht man eine überwältigende, lebensbedrohliche, furchtbare und ängstigende Erfahrung, die außerhalb des „normalen“ menschlichen Erfahrungsbereichs liegt und mit dem Gefühl der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins, des Kontrollverlustes und mit enormen seelischen und / oder körperlichen Schmerzen verbunden ist. Symptome nach einer Traumatisierung können sein:
Eine Traumatisierung im Kindesalter zieht in aller Regel schwerwiegende Kurz- und Langzeitfolgen nach sich. Die wichtigsten Merkmale gleichen denen, die auch bei Erwachsenen bei der Posttraumatischen Belastungsstörung auftreten, jedoch sollte beachtet werden, dass Kinder mit den ihrem Entwicklungsstand zugehörigen Verhaltensweisen reagieren.
Vier Merkmale lassen sich unterscheiden:
Jedes Kind reagiert anders auf ein belastendes Ereignis, und nicht alle Kinder sprechen darüber. Manche zeigen nach einem Trauma Verhaltensweisen, die vorher nicht zu beobachten waren, sie wirken deprimiert und teilnahmslos, oder werden übertrieben aktiv („hyperaktiv") und tyrannisch. Viele Kinder zeigen aber auch Verhaltensweisen einer früheren Entwicklungsstufe, sie regredieren und verlieren dabei unter Umständen bereits erworbene Fähigkeiten (z.B. Sauberkeit). Die Auswirkungen eines traumatischen Erlebnisses bei Kindern sollte nicht unterschätzt werden. Traumafolgestörungen bei Kindern finden heute immer stärkere Beachtung, da die negativen Auswirkungen auf die biologische, psychologische und soziale Entwicklung deutlich erkennbar sind. Das Hinzuziehen einer Fachperson ist anzuraten.
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