Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ (Erich Kästner)

Ressourcen nutzen

Ich bin davon überzeugt, dass Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, alle Kräfte und Fähigkeiten in sich tragen, die sie brauchen, um mit den vielfältigen Herausforderungen des Alltags zurecht zu kommen. Manchmal sind diese Fähigkeiten aber durch Belastungen verschüttet und nicht mehr zugänglich. Hier sehe ich mich in meiner Funktion als Therapeutin mehr als „Hebamme“, manchmal als „Schatzsucherin“, die hilft, diese Fähigkeiten erneut auf die Welt zu bringen, zu finden und zu bergen. Ich betrachte es als meine Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu begleiten, ohne sie zu bevormunden, und dabei ein Verständnis für das kindliche Spiel, die kindliche Fantasie und ihre Sicht auf die Welt mitzubringen. Selbstheilungskräfte zu aktivieren und neue, hilfreiche Strategien im Umgang mit sich selbst und Anderen zu entwickeln ist das gemeinsame Ziel.

Wo nötig beziehe ich auch ein „Helfernetzwerk“ mit ein bzw. versuche ich, eines aufzubauen: Große Bedeutung messe ich daher der Arbeit mit Bezugspersonen bei. Diese, wo möglich, zu stärken und ihnen Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern (zurück) zu geben, betrachte ich als einen wichtigen Baustein in der Therapie von Kindern und Jugendlichen.

Behandlungsschwerpunkte

  • Behandelt werden alle Störungsbilder der Kinder- und Jugendlichentherapie, vor allem depressive Störungen, Trennungsängste (auch und gerade bei Vorschulkindern), Selbstwertproblematiken, Bindungsstörungen und Traumafolgestörungen.
  • Grundlage der Behandlung bildet ein ressourcenorientierter systemischer Ansatz, von der therapeutischen Ausrichtung tiefenpsychologisch fundiert, und mit einem breiten Spektrum an Kenntnissen aus verschiedenen Therapierichtungen.
  • Vertieft wird der Behandlungsansatz durch die Aspekte von Trauma und Traumafolgestörungen, eingebettet in ein tiefenpsychologisches Gesamtkonzept.
  • Methoden zur Stabilisierung, Traumabearbeitung und Integration, wie bspw. EMDR und Narrativarbeit finden Anwendung.
  • Behandlung auch schon von Vorschulkindern ab dem 4. Lebensjahr, sowie von frühkindlichen und vorgeburtlichen Traumen sowie Bindungstraumatisierung
  • Zusätzliche Erfahrungen liegen vor in der Arbeit mit Pflege- und Adoptivkindern und deren Bezugspersonen und deren speziellen Bedürfnissen und Anforderungen

Alle Kassen und Selbstzahler

Ausbildung und Werdegang

  • Studium soziale Arbeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • Bis 2005 beim Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau im Bereich sozialpädagogische Familienhilfe und Leitung der Einrichtung „Flexible Jugendhilfe“
  • Bis 2007 Persönliche Ansprechpartnerin im Bereich der unter 25-jährigen der ARGE Nürnberg
  • 2007 bis 2016 Präventionsarbeit zum Thema (sexualisierte) Gewalt an und unter Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Projektes „Achtung Grenze!“ des Deutschen Kinderschutzbundes Nürnberg, sowie Beratung mit dem Schwerpunkt sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen
  • Fünfjährige Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bei der Süddeutschen Akademie für Psychotherapie
  • 2015 Approbation durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit
  • 2015 Kassenzulassung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin / tiefenpsychologisch fundiert
  • Seit 2015 Kinder und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis in Nürnberg

Zusatzqualifikationen

  • Ausbildung zur Danse-Vita-Lehrerin in Göttingen
  • Weiterbildung zur Systemische Beraterin (praxis-Institut Nürnberg)
  • 2015 Teilnahme EMDR-Einführungsseminar (EMDR-Institut Bergisch-Gladbach)
  • 2017 Qualifikation in Spezieller Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen, Schwerpunkt EMDR nach den Vorgaben der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)

Arbeitsschwerpunkt Traumatherapie

Unter Trauma versteht man eine überwältigende, lebensbedrohliche, furchtbare und ängstigende Erfahrung, die außerhalb des „normalen“ menschlichen Erfahrungsbereichs liegt und mit dem Gefühl der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins, des Kontrollverlustes und mit enormen seelischen und / oder körperlichen Schmerzen verbunden ist. Symptome nach einer Traumatisierung können sein:

  • Wiedererleben (von Teilen) der belastenden Erinnerung in Form von Gedanken, Albträumen, Flashbacks (= plötzlich intensives Wahrnehmen von Trauma-Bestandteilen);
  • Anhaltende Vermeidung von Reizen, die an das Trauma erinnern;
  • Unfähigkeit, wichtige Aspekte des Traumas zu erinnern;
  • Gefühl der Entfremdung von der Umgebung, die verändert und möglicherweise unwirklich erscheint (Derealisierung) bzw. Gefühl der Entfremdung vom Körper (Depersonalisierung), Unfähigkeit Gefühle zu empfinden zu sich selbst und zu anderen, Gefühl eine eingeschränkte Zukunft zu haben, vermindertes Interesse am sozialen Leben;
  • Erhöhte Erregung: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Hypervigilanz (übermäßige Aufmerksamkeit), Schreckreaktionen;
  • Aggressionsausbrüche gegen andere Menschen ohne aktuellen Grund;
  • Müdigkeit, Passivität, Rückzug, Erstarrung, Schüchternheit Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsunfähigkeit.

Eine Traumatisierung im Kindesalter zieht in aller Regel schwerwiegende Kurz- und Langzeitfolgen nach sich. Die wichtigsten Merkmale gleichen denen, die auch bei Erwachsenen bei der Posttraumatischen Belastungsstörung auftreten, jedoch sollte beachtet werden, dass Kinder mit den ihrem Entwicklungsstand zugehörigen Verhaltensweisen reagieren.

Vier Merkmale lassen sich unterscheiden:

  • Wiederkehrende, sich aufdrängende Erinnerungen;
  • Sich ständig wiederholende Verhaltensweisen. Im „traumatischen Spiel" wiederholen Kinder beständig das traumatische Ereignis. Die Kinder haben oft kein Bewusstsein von dem Zusammenhang zwischen Spiel und Ereignis;
  • Ängste. Diese richten sich auf die traumatische Situation und tauchen immer wieder auf, wenn etwas an das Trauma erinnert;
  • Veränderte Einstellung zu Menschen, zum Leben und zur Zukunft. Verlust des Vertrauens und negative Erwartungen an das Leben.

Jedes Kind reagiert anders auf ein belastendes Ereignis, und nicht alle Kinder sprechen darüber. Manche zeigen nach einem Trauma Verhaltensweisen, die vorher nicht zu beobachten waren, sie wirken deprimiert und teilnahmslos, oder werden übertrieben aktiv („hyperaktiv") und tyrannisch. Viele Kinder zeigen aber auch Verhaltensweisen einer früheren Entwicklungsstufe, sie regredieren und verlieren dabei unter Umständen bereits erworbene Fähigkeiten (z.B. Sauberkeit). Die Auswirkungen eines traumatischen Erlebnisses bei Kindern sollte nicht unterschätzt werden. Traumafolgestörungen bei Kindern finden heute immer stärkere Beachtung, da die negativen Auswirkungen auf die biologische, psychologische und soziale Entwicklung deutlich erkennbar sind. Das Hinzuziehen einer Fachperson ist anzuraten. 

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